Die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Kreis Mettmann unterschreiten die von der so genannten Mindestgrößenverordnung für Förderschulen des Landes NRW geforderten Mindestschülerzahlen zum Teil deutlich. Weil diese Schulen damit in ihrem Bestand gefährdet sind, arbeiten die kommunalen Schulträger bereits seit Juli 2013 an einem Konzept für eine neue Struktur der Förderschulen im Kreis Mettmann.
In die Planungen einbezogen sind alle Förderschulen für Lern- und Entwicklungsstörungen, also die Schulen mit den Förderschwerpunkten „emotionale und soziale Entwicklung“, „Sprache“ und „Lernen“.
Mit der Neustrukturierung werden vor allem zwei Ziele verfolgt: Zum einen soll den Eltern die Wahlfreiheit zwischen Förderschule und allgemeiner Schule erhalten bleiben, zum anderen soll nach wie vor ein wohnortnahes Förderschulangebot vorgehalten werden.

Die Planungen sehen deshalb die Gründung von vier Förderzentren mit je zwei Standorten vor. Damit gäbe es an insgesamt acht Standorten im Kreis ein Förderschulangebot für Kinder mit Lern- und Entwicklungsstörungen.
Die Beratung in den politischen Gremien der Städte und des Kreises steht in den nächsten Monaten an. Der Ausschuss für Schule und Sport des Kreises Mettmann hat das Thema in seiner Sitzung am 21. Mai auf der Agenda stehen. Wenn alle Gremien der Planung zustimmen, könnten die vier Förderzentren zum Schuljahr 2016/2017 ihre Arbeit aufnehmen.
Eine Vielzahl von Antworten auf mögliche Fragen im Zusammenhang mit der geplanten neuen Förderschulstruktur hat der Kreis auf seiner Homepage (www.kreis-mettmann.de, Suchwort: Förderschulstrukturreform) zusammengetragen.